Maik´s Campervan – Die Basis

Maik war lange auf der Suche nach einer guten Camper-Basis für sich und seine Freundin. Bewusst ging die Vorstellung in Richtung Van, Bus, Transporter und gegen ein klassisches Wohnmobil. Im Laufe der Jahre haben sich die Ansprüche immer wieder geändert. Klar war aber immer eins: Es soll etwas altes sein. Die meist simple Technik und das Fehlen von komplizierten elektronischen Bauteilen soll es möglich machen den Wagen auch bei einer Panne außerhalb von Mitteleuropa reparieren zu können. So begann also die Suche nach einem VW T3. Nach der Geburt des ersten Kindes änderte sich die Suche schnell zum VW LT. Die Zeit verging und das zweite Kind war auch bereits unterwegs. Der Platz- und Sicherheitsbedarf stieg also weiter an. Da es nahezu unmöglich ist einen alten LT zu finden, der über eine zweite Sitzreihe verfügt, die mit Dreipunktgurten ausgestattet ist wurde nach Alternativen gesucht. Also kam der Mercedes Benz T1, der sogenannte „Bremer“, in die engere Auswahl. Diesen gibt es sogar als Sechs-Sitzer, z.B. als Doppelkabinen-Pritsche oder als Leichenwagen. Ein solcher Leichenwagen war sogar gefunden, aber nach genauerer Überlegung würde die „Ladefläche“ von ca. 2m Länge wohl kaum als Wohn- und Schlafraum für vier Personen ausreichen. So kam nun die nächste und damit auch letzte Steigerung. Der Mercedes Benz T2. Der in Düsseldorf gebaute Transporter genießt im Allgemeinen den Spitznamen „Düdo“. Die gesamt Modellpalette bietet eine nahezu unbegrenzten Auswahl an Fahrzeugvarianten. Wenn da nicht Maiks Anforderungen gewesen wären: Zweite Sitzreihe mit zwei Dreipunktgurten und trotzdem ausreichend Platz im „Laderaum“. Außerdem muss der Camper mit der normalen Führerscheinklasse B zu fahren sein.

Was macht es eigentlich so schwer einen „Düdo“ mit diesen Anforderungen zu finden?

Die Preise für große Vans, die sich auf 3,5t ablasten lassen, sind in den letzten Jahren in die Höhe geschossen. Grund dafür ist der Vanlife Trend. Der Düdo ist in bestimmten Varianten das größte (alte) Fahrzeug, das sich ohne großen Aufwand auf 3,5t ablasten lässt.

Viele Düdos sind einfache Kastenwagen und haben weder eine zweite Sitzreihe, noch weitere Gurtaufnahmepunkte. Einige sind mit Wohnmobilausbau verfügbar. Diese haben in der Sitzgruppe im Wohnbereich jedoch oft lediglich Beckengurte. Ein großer Teil der Düdos kommt allerdings aus den verschiedensten Behörden, allen voran Feuerwehr, THW, Katastrophenschutz, Polizei. Abhängig davon gestalten sich die verschiedensten Aufbauarten als Kastenwagen, Bus, Löschgruppenfahrzeug, Mannschaftstransporter, etc. Dementsprechend sind auch Ausstattungen mit bis zu 9 Sitzen leicht zu finden. Das sind meist Fahrzeuge der Feuerwehr oder vom THW und die Sitze eignen sich nicht wirklich für lange Fahrten, geschweige denn zum Reisen. Aber es gibt auch Ausstattungen mit 6 Sitzen, wie den Arzttruppwagen.

Es ist nicht unmöglich!

Maiks Wahl fiel schlussendlich auf einen Mercedes Benz L 407D, einen ehemaligen Arzttruppwagen vom Katastrophenschutz. Dieser erfüllt nahezu alle geforderten Kriterien:

  • Zweite Sitzreihe mit 4 Sitzen, davon 2 mit Dreipunktgurt
  • Ausreichend großer „Wohnraum“
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 3,5t (technisch möglich: 4,6t)
  • Wohnmobilzulassung
  • H-Kennzeichen

Damit war eine gute Basis für das Projekt gefunden. Wir werden das Projekt natürlich weiter begleiten und über alle Entwicklungen berichten. Interessiert dich etwas daran im besonderen? Hast du Fragen? Hinterlass einfach einen Kommentar und wir können uns austauschen.

Words / Photo: Maik

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